Donnerstag, März 12

DK bewertet Gesetzentwurf als wichtige grundlegende Chance für Altersvorsorgereform

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Die Deutsche Kreditwirtschaft würdigt den Entwurf als bedeutenden Fortschritt für die private Altersvorsorge. Sie hebt insbesondere den steuerlich begünstigten Wertpapiersparplan und das flexible Depot ohne Beitragsgarantien hervor, welche die Kosten niedrig halten und Renditechancen erhöhen. Die geplante Auszahlungsvariabilität bis zum 85. Lebensjahr stärkt die individuelle Planung. Ein ausgewogener Kostendeckel und die Einbeziehung Selbstständiger seien notwendig, um die Reform effizient und breit zu verankern und unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

Reformvorschlag setzt auf Minimalöffnung für bürokratiearme und kundenorientierte Vorsorgelösungen

Die Deutsche Kreditwirtschaft erachtet den Gesetzentwurf als wesentliche Chance, die private Altersvorsorge in Deutschland grundlegend zu reformieren und langfristig zu stärken. Entscheidend ist eine praxistaugliche Ausgestaltung, die unnötige bürokratische Auflagen vermeidet und Informationspflichten auf ein Minimum beschränkt. Dies verhindert eine Informationsüberflutung bei den Kunden. Mit diesem klaren und schlanken Vorgehen kann das Reformvorhaben breite Akzeptanz finden und nachhaltig zu einer verbesserten Altersvorsorge beitragen.

Kunden erhalten mehr Freiheit durch säulenübergreifende Vorsorge und Kapitalmarktexposure

Daniel Quinten, Vorstandsmitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und federführender Sprecher der Deutschen Kreditwirtschaft, betont die Vorteile des geplanten Altersvorsorgedepots ohne Garantien. Eingebettet wird ein steuerlich geförderter Wertpapiersparplan, der es Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglicht, kosteneffizient in verschiedene Wertpapiere zu investieren. Die Reform schafft so neue Möglichkeiten, langfristige Renditechancen an den Kapitalmärkten zu nutzen und die private Altersvorsorge individueller und moderner zu gestalten.

Mindestens bis 85 Lebensjahr können Versicherten Auszahlungen flexibel gestalten

Die Abschaffung der verbindlichen Leibrente zugunsten flexibler Auszahlungsoptionen bis zum vollendeten 85. Lebensjahr ermöglicht Versicherten eine maßgeschneiderte Rentenplanung. Sie können Fälligkeiten verschieben, Teilbeträge entnehmen und ihr Kapital nach Bedarf mobilisieren. Diese erhöhte Flexibilität trägt zur besseren Vereinbarkeit von Altersvorsorge und individuellen Lebensentwürfen bei. Gleichzeitig wird die Akzeptanz privater Vorsorgemodelle gesteigert, weil die Auszahlungsphase dynamisch an persönliche Anforderungen und finanzielle Ziele anpassbar ist.

Zu niedriger Kostendeckel kann Beratungszugang für finanzschwache Risikogruppen verhindern

Die Deutsche Kreditwirtschaft weist darauf hin, dass ein zu niedriger Kostendeckel im Standard-Altersvorsorge-Depot die finanzielle Basis persönlicher Beratung untergraben kann. Bei zu engen Gebührengrenzen verlieren Berater die Möglichkeit, ihre Kapazitäten für individuelle Gespräche und eingehende Analysen bereitzustellen. Insbesondere Kundinnen und Kunden ohne ausreichende Finanzkenntnisse benötigen jedoch genau diese ausführlichen Beratungsleistungen, um informierte Entscheidungen zu treffen und ihre Altersvorsorge optimal an ihre Lebensumstände anzupassen und somit für mehr Sicherheit Stabilität sorgen.

Reform der Altersvorsorge: Förderung auch für Selbstständige nun vorgesehen

Die DK plädiert für eine Erweiterung der staatlich geförderten Altersvorsorge um Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende. Diese Forderung, die im Bundesrat diskutiert wurde, richtet sich an Personen ohne Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ziel ist es, durch Zuschüsse und Steuervergünstigungen eine gleichwertige Unterstützung im Ruhestand zu bieten und so die private Vorsorge dieser Berufsgruppen nachhaltig zu stärken und planbar zu gestalten.

Wettbewerb und gezielte Innovation im Altersvorsorgemarkt durch private Umsetzungskonzepte

Indem der Regierungsentwurf auf privates Engagement setzt, werden Anbieter motiviert, im Wettbewerb innovative Altersvorsorgeprodukte zu entwickeln. Diese Marktdynamik eröffnet Finanzhäusern die Freiheit, Investmentlösungen mit unterschiedlichen Risiko und Ertragsprofilen anzubieten und gleichzeitig digitale Services zu implementieren. Durch strategische Partnerschaften mit Insurtechs, Vermögensverwaltern und Beratern können modulare Angebote entstehen, die eine hohe Flexibilität bieten. Ziel ist es, das Produktportfolio zu diversifizieren und den Kunden eine bedarfsgerechte Auswahl bei optimalen Kostenstrukturen zu bieten.

Private Altersvorsorge wird moderner dank flexibler Sparpläne und Depots

Die Reforminitiativen der Bundesregierung machen ausgerichtete Wertpapiersparpläne und flexible Altersvorsorgedepots ohne Rückführungsgarantien zum Herzstück der privaten Altersvorsorge. Zinskosten sinken, während Renditechancen am Aktien- und Rentenmarkt steigen. Die Regelung erlaubt Sparerinnen und Sparern, Auszahlungen bis zum 85. Lebensjahr variabel zu gestalten und ihre Altersplanung individuell zu optimieren. Gleichzeitig fördert die Öffnung für private Anbieter Innovationen. Ein straffer, aber fairer Kostendeckel sowie der Einbezug von Selbstständigen bilden die Grundlage für eine breite Reformwirkung.

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