Mittwoch, Januar 7

Jüngere Altersgruppen leiden häufiger unter Onlinehandelsschulden laut Destatis Statistik

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Eine Auswertung der Schuldnerberatungsdaten durch das Statistische Bundesamt für 2024 zeigt, dass 29 Prozent der rund 577400 Hilfesuchenden Zahlungsrückstände gegenüber Online- und Versandhändlern hatten. Durchschnittlich belaufen sich diese Schulden auf 644 Euro. Vor allem Personen zwischen 20 und 24 Jahren sowie Frauen sind überproportional betroffen und tragen höhere offene Beträge. Gegenüber dem Jahr 2019 hat sich der Anteil um zwei Prozentpunkte erhöht, was steigenden Betreuungsbedarf signalisiert und umfassende Lösungsansätze erfordert.

Junge Erwachsene bis 24 am häufigsten online verschuldet 2024

Im Berichtsjahr 2024 wandten sich nach Destatis-Angaben rund 577 400 Menschen in Deutschland an eine Schuldnerberatungsstelle. 29 % dieser Ratsuchern hatten offene Rechnungen bei Online- und Versandhändlern, zwei Punkte mehr als im Jahr 2019. Die durchschnittliche Summe dieser Forderungen lag bei 644 Euro. Da die gesamte durchschnittliche Überschuldung bei 32 976 Euro steht, entfallen auf Onlinehandelsschulden nur zwei Prozent und damit ein vergleichsweise geringer Anteil.

Durchschnittliche E-Commerce-Schulden sind 644 Euro, geringer Anteil an Gesamtüberschuldung

Aus den Destatis-Angaben geht hervor, dass Online- und Versandhandelsforderungen im Schnitt von 515 Euro 2019 auf 644 Euro 2024 angestiegen sind. Die durchschnittliche Gesamtverschuldung aller Ratsuchern in Schuldnerberatungen lag im Jahr 2024 hingegen bei 32?976 Euro. Der Vergleich dieser Größenordnungen zeigt, dass E-Commerce-Schulden nur eine vergleichsweise geringe finanzielle Belastung darstellen und andere Schuldarten für die Mehrheit der Überschuldung verantwortlich sind. Dieses Verhältnis weist den Fokus auf ganzheitliche Beratungskonzepte hin deutlich.

37 Prozent der 25- bis 34-Jährigen mit Onlinehandelsschulden belastet

Junge Erwachsene im Alter von 20 bis 24 Jahren bilden die am stärksten von E-Commerce-Schulden betroffene Gruppe unter Ratsuchern bei Schuldnerberatungsstellen: 40 % dieser Altersgruppe wiesen 2024 Forderungen bei Versand- oder Onlineanbietern auf. Bei den 25- bis 34-Jährigen entfällt dieser Zustand auf 37 % der Ratsuchern, während er in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen mit 23 % deutlich abnimmt. Die Daten unterstreichen den Altersgradienten bei Online-Schulden.

36 Prozent Frauen erleben 2024 Onlinezahlungsverzug häufiger als Männer

Laut aktuellen Daten aus der Schuldnerberatung wiesen 36 % der überschuldeten Frauen 2024 im E-Commerce Zahlungsrückstände auf, im Vergleich zu 24 % der Männer. Die durchschnittliche Forderungshöhe betrug bei den Frauen 834 Euro und lag damit fast doppelt so hoch wie die männliche Schuldensumme von 463 Euro. Diese Zahlen verdeutlichen geschlechtsspezifische Unterschiede und unterstreichen die Notwendigkeit, betroffene Frauen gezielt mit weiterführenden Entschuldungsprogrammen sowie umfassende finanzielle Bildungsmaßnahmen zu entwickeln.

Repräsentativ erhobene Schuldnerdaten dank hoher Teilnahmequote in Beratungen 2024

Insgesamt nahmen 737 der insgesamt rund 1 380 Schuldnerberatungsstellen freiwillig an der Datenerhebung für die Überschuldungsstatistik 2024 teil. Dabei wurden Angaben zu circa 182 000 Ratsuchern gesammelt. Im Nachgang erfolgte eine Hochrechnung der erhobenen Kennzahlen, um die Aussagekraft auf die Gesamtmenge aller Betroffenen zu übertragen. Sowohl die Schuldnerberater als auch die hilfesuchenden Personen beteiligten sich ohne äußeren Druck. Dadurch wird die statistische Basis belastbar und aussagekräftig. Sie unterstützt bedarfsgerechte Präventionskonzepte.

Effiziente Entschuldungsstrategien dank Destatis-Ergebnissen effektiv stärken Verbraucherhaushalte finanziell nachhaltig

Die Analyse der Überschuldungsdaten von Destatis gewährt Einblicke in den finanziellen Engpass von Online- und Versandhandelskunden. Sie liefert Informationen darüber, wo Ratsucher besonders gefährdet sind und welcher Umfang offener Forderungen besteht. Basierend auf diesen Erkenntnissen können Schuldnerberater sowie Finanzdienstleister präventive Schritte zur Vorbeugung und Entschuldung entwickeln. Hierdurch lassen sich Zahlungsausfälle reduzieren, Verbraucher informieren und eine nachhaltige Haushaltsdisziplin etablieren. Die Datenauswertung liefert eine verlässliche, umfassende Grundlage für Beratung und Risikoabwehr.

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