Samstag, Mai 23

Spieler hatte bis Oktober 2020 keine Kenntnis des Glücksspielverbots

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Zwischen Februar 2016 und Oktober 2020 nahm ein Mandant über die bwin-Seite der ElectraWorks Ltd. an Casinospielen und Sportwetten teil und verlor fast 61.000 Euro. Am 7. Mai 2026 entschied das Landgericht Frankfurt, dass Online-Glücksspielverträge ohne deutsche Zulassung nach Glücksspielstaatsvertrag nichtig sind. Daher besteht ein Rückforderungsanspruch. Die Richter hoben hervor, dass das Verbot bis 2020 dem Jugendschutz dient und das Lizenzverfahren erst ab 2021 gültige Angebote sicherstellt.

Rechtliche Grundlage Glücksspielstaatsvertrag verbietet Online-Glücksspiel ohne deutsche Lizenz eindeutig

Die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt vom 7. Mai 2026 legt dar, dass der Kläger im Zeitraum von Februar 2016 bis Oktober 2020 über die deutschsprachige Plattform bwin der ElectraWorks Ltd an Online-Casinospielen und Sportwetten teilnahm und Verluste von nahezu 61.000 Euro erlitt. Mit etwa 59.000 Euro bildete der Sportwettenbereich den größten Anteil. Ferner erkannte das Gericht, dass ElectraWorks das maximale monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro mehrfach überschritten hatte.

Gericht stärkt Spielerschutz: Online-Wettverträge ohne Lizenz und nichtig erklärt

Das Urteil gründet sich auf die Bestimmungen des Glücksspielstaatsvertrags, wonach Online-Casinospiele und Sportwetten in Deutschland für den Zeitraum 2016 bis 2020 verboten waren. ElectraWorks hat zu keiner Zeit eine deutsche Lizenz beantragt oder erhalten. Ohne Lizenzantrag und Erteilung fehlt die notwendige gesetzliche Erlaubnis. Infolgedessen sind alle Einsätze als unrechtmäßige Leistungen zu bewerten. Der Spieler kann daher die vollständige Rückerstattung sämtlicher Verluste ohne Abzüge und ohne Verjährungseinrede verlangen.

Landgericht Frankfurt sichert deutsche Glücksspielregel rechtlich als geldwerte Gemeinwohlgarantie

Das Gericht hielt das deutsche Monopol auf Online-Glücksspiel nicht für mit der EU-Dienstleistungsfreiheit unvereinbar, da überwiegende öffentliche Interessen wie der Jugendschutz und die Prävention Spielsucht das Verbot rechtfertigten. Das seit dem 1. Juli 2021 etablierte Lizenzierungsverfahren berühre nicht die rückwirkende Nichtigkeit der zuvor abgeschlossenen Verträge. Dieses verfolge primär das Ziel, den Schwarzmarkt zu reduzieren und kontrollierte, sichere Sportwetten- und Casinospielangebote mit niedrigerem Risikoprofil zur Verfügung zu stellen. Zudem unterstütze es.

ElectraWorks darf gesetzlich Sportwettenangebot wegen Limitverstoßes nicht einfach anbieten

Die Aufsicht über Online-Sportwetten in Deutschland verlangt eine behördliche Erlaubnis, die an Bedingungen wie ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro geknüpft ist. ElectraWorks verfehlte dieses Limit deutlich und räumte das Versäumnis vor Gericht ein. In seinem Urteil betonte das Landgericht, dass ohne strikte Einhaltung dieser Vorgabe keine Lizenz erteilt werden kann und das Sportwettenangebot deshalb von Anfang an keine rechtliche Gültigkeit besaß und somit in allen Teilen gesetzeswidrig betrieben wurde.

Landgericht bejaht Rückforderungsanspruch des Spielers ohne Wissen und Vorsatz

Unbeschadet der Teilnahme des Klägers an nicht lizenzierten Glücksspielangeboten bleibe sein Anspruch auf Rückzahlung unberührt. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass weder Vorsatz noch Kenntnis des Verbots vorgelegen hätten, da dem Spieler bis zum Jahr 2024 keine diesbezüglichen Informationen zur Verfügung gestanden hätten. Zudem seien seine Ansprüche nicht verjährt. Auf dieser Grundlage könne er die vollständige Erstattung seiner finanziellen Verluste rechtlich durchsetzen und einklagen, gemäß geltender Rechtslage.

Mit seinem Urteil stellt das Landgericht Frankfurt klar, dass Einsätze bei illegalen Online-Anbietern wie bwin und ElectraWorks Ltd. rückerstattungsfähig sind, weil alle entsprechenden Verträge ohne deutsche Lizenz nichtig sind. Entscheidend ist der Glücksspielstaatsvertrag, der zwischen 2016 und 2020 umfassende Beschränkungen vorsah. Das Gericht betont die Bedeutung des Gemeinwohls, des Jugendschutzes und strikter Lizenzauflagen. Betroffene Spieler erhalten dadurch einen rechtlichen Anspruch auf Rückgewinnung ihrer verlorenen Gelder.

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