Dienstag, Februar 20

Kapital: Definition, Arten und Unterschiede

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Kapital ist gleich Geld? Diese Gleichung ist zu kurz gefasst, denn Kapital muss nicht zwingend eine finanzielle Situation beschreiben. Generell gibt es in der Wirtschaft verschiedene Arten von Kapital.

Kapital: Die Definition

Die Finanzwelt kennt den Begriff „Kapital“ als „Geld“, dementsprechend wird das Wort auch im privaten Bereich verwendet. Gemeint sind damit aber nicht nur die Münzen im Portemonnaie, sondern auch das Geld auf der Bank, Investitionsmittel und Vermögen, welches beispielsweise in Aktien angelegt ist. Ein Beispiel dafür ist das Anlagekapital, das ein Unternehmen hält. Auch das Vermögen einer Firma wird als Kapital bezeichnet und stellt die Herkunft der finanziellen Mittel dar. So wird beispielsweise in Eigen- und Fremdkapital unterschieden. Ersteres stammt vom Unternehmen selbst, Letzteres hingegen von demjenigen, der in das Unternehmen investiert. Als Investor kann auch eine Bank infrage kommen, die einen Kredit vergibt.


Verschiedene Kapitalarten im Überblick

In der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre wird zwischen verschiedenen Kapitalarten unterschieden.

In der Betriebswirtschaft geht es vor allem um das Eigen- und Fremdkapital, wobei letzteres Kapital nur zeitweise zur Verfügung gestellt wird.

Die Volkswirtschaftslehre hingegen unterscheidet im Allgemeinen zwischen dem Real- und dem Humankapital. Als Realkapital werden alle Produktionsmittel bezeichnet, zu denen Maschinen und Werkzeuge gehören.

Auch Geld ist dem Realkapital zuzuordnen. Das Humankapital hingegen ist die Arbeitskraft der Mitarbeiter eines Unternehmens.

Wichtig: Das Humankapital ist nicht mit dem Faktor Arbeit zu verwechseln, der sich ebenfalls positiv auf die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auswirkt.

In einem Unternehmen gehören somit auch die Produktionsanlagen oder die Büroausstattung zum ökonomischen Kapital, denn beide können verkauft werden und somit Geld einbringen. (Foto: AdobeStock - 618983107  medienvirus)

In einem Unternehmen gehören somit auch die Produktionsanlagen oder die Büroausstattung zum ökonomischen Kapital, denn beide können verkauft werden und somit Geld einbringen. (Foto: AdobeStock – 618983107 medienvirus)

Unterschiede zwischen den einzelnen Kapitalarten

Neben den gerade genannten Kapitalarten gibt es in der Wirtschaft vier weitere Varianten, die allgemein nur als Kapital bezeichnet werden. Sie müssen jedoch detaillierter betrachtet werden:

  1. Ökonomisches Kapital

    Hierunter wird Geld als Zahlungsmittel verstanden. Zudem werden alle Gegenstände mit eingefasst, die sich zu Geld machen lassen. In einem Unternehmen gehören somit auch die Produktionsanlagen oder die Büroausstattung zum ökonomischen Kapital, denn beide können verkauft werden und somit Geld einbringen.

  2. Kulturelles Kapital

    Kulturelles Kapital ist ebenfalls in einer Firma vorhanden. Es entsteht durch Bildung und kann durch das Lesen von Büchern oder die Nutzung von Medien verbessert werden. Mitarbeiter, die ihr Wissen und ihre Erfahrung einsetzen, um ihren Job zu erfüllen, bringen kulturelles Kapital mit. Dies gilt beispielsweise auch für den Rechtsanwalt, der als Justiziar eines Unternehmens arbeitet.

  3. Soziales Kapital

    Als soziales Kapital werden Beziehungen der Menschen bezeichnet. Der bekanntere Begriff dafür lautet „Vitamin B“: Gemeint sind damit alle Kontakte, die für den Einzelnen nützlich sind und ihn beruflich voranbringen können.

  4. Symbolisches Kapital

    Symbolisches Kapital wird in der Wirtschaft als weniger wichtig betrachtet, soll hier aber der Vollständigkeit halber aufgeführt werden. Es handelt sich dabei um das Ansehen, das ein Unternehmen genießt, das es sich aber erst erarbeiten muss. Firmen erreichen symbolisches Kapital durch fortwährende qualitativ hochwertige Arbeit. Geht es um den Erfolg eines Unternehmens, so muss diese vierte Kapitalart jedoch vorhanden sein.

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