Sonntag, Mai 19

Kreditbestand im Euroraum zeigt deutlichen Rückgang

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich dafür entschieden, ihre Leitzinsen vorerst nicht anzupassen. Nach einer Reihe von zehn aufeinanderfolgenden Erhöhungen wird nun eine Zinspause eingelegt. Der Leitzins bleibt bei 4,50 Prozent und der Einlagensatz bei 4,00 Prozent, was das höchste Niveau seit dem Start der Währungsunion im Jahr 1999 darstellt.

EZB-Entscheidung: Zinspause zur Stabilisierung der Inflationserwartungen

Experten nehmen die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen vorerst nicht weiter anzuheben, positiv auf. Ifo-Präsident Clemens Fuest bezeichnet diese Entscheidung als „gut“. Die schnellen Zinserhöhungen in den letzten Jahren haben dazu beigetragen, die Inflation zu dämpfen und die Inflationserwartungen zu stabilisieren. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Eine Zinssenkung ist jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht, da die Inflation weiterhin abnehmen muss. Hohe Lohnabschlüsse und Risiken bei den Energiepreisen könnten jedoch eine Herausforderung darstellen.

Jan Kluge von Agenda Austria hatte bereits im Vorfeld eine Zinspause erwartet, da die Kreditnachfrage bei Haushalten und Unternehmen deutlich gesunken ist und die Konjunktur in Europa schwach ist. Allerdings rät Kluge davon ab, zu optimistisch zu sein und zu erwarten, dass die Zinsen bald wieder sinken werden. Zweitrundeneffekte, insbesondere bei den Lohnsteigerungen, könnten eine Zinssenkung erst im Jahr 2025 ermöglichen.

Die Kreditbestände der Haushalte und Unternehmen im Euroraum sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben, mit einem minimalen Anstieg von 0,4% oder 46 Milliarden Euro. Diese Zahlen stehen jedoch in starkem Kontrast zu dem beeindruckenden Wachstum von 4,3% oder 494 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Jan Kluge erinnert daran, dass der Gesamtkreditbestand bald sogar rückläufig sein könnte, was seit 2015 nicht mehr der Fall war.

Die EZB hat beschlossen, ihren datengestützten Ansatz beizubehalten, um die angemessene Höhe und Dauer des restriktiven Zinsniveaus festzulegen. Mit der aktuellen Entscheidung, die Leitzinsen vorerst nicht weiter anzutasten, hat die EZB voraussichtlich den Höhepunkt ihrer Straffungsmaßnahmen erreicht.

Trotz eines Rückgangs auf 4,3 Prozent im September bleibt die Inflation in der Eurozone weiterhin deutlich über dem Ziel der EZB von zwei Prozent. Im August lag die Inflationsrate noch bei 5,2 Prozent. Die EZB wird weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Inflation zu bekämpfen und eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone sicherzustellen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Entscheidung, die Leitzinsen vorerst nicht weiter anzuheben, wahrscheinlich aufgrund der eingetrübten Konjunktur im Euroraum getroffen. Insbesondere die milden Rezessionen in Deutschland und Österreich haben zu dieser vorsichtigen Haltung beigetragen. Mit dieser Maßnahme möchte die EZB die wirtschaftliche Stabilität im Euroraum gewährleisten und mögliche wirtschaftliche Risiken abmildern. Die Entscheidung der EZB basiert auf einer umfassenden Analyse der aktuellen Konjunkturdaten und unterstreicht die Bedeutung eines datengestützten Ansatzes.

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen vorerst nicht weiter anzuheben, wird von Experten positiv bewertet. Die schnellen Zinserhöhungen der letzten Jahre haben dazu beigetragen, die Inflation zu dämpfen und die Inflationserwartungen zu stabilisieren. Eine Senkung der Zinsen ist jedoch noch nicht angebracht, da die Inflation weiterhin zurückgehen muss. Die EZB wird ihren datengestützten Ansatz beibehalten und vorerst den Höhepunkt ihrer restriktiven Maßnahmen erreicht haben.

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