Dienstag, April 16

Studie: 43 Prozent der alleinerziehenden Familien einkommensarm

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Die finanzielle Situation von Geringverdienern mit Kindern ist äußerst herausfordernd. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung leben 43 Prozent der alleinerziehenden Familien in Deutschland in einkommensarmen Verhältnissen. Um ein besseres Verständnis für ihre finanzielle Lage zu bekommen und mögliche Lösungen zu finden, haben Statista und auxmoney eine gemeinsame Befragung durchgeführt.

Herausforderungen für alleinerziehende Geringverdiener mit Kindern

Die finanzielle Situation von alleinerziehenden Geringverdienern mit Kindern ist häufig äußerst schwierig. Mehr als die Hälfte von ihnen (53 Prozent) hat keinen Partner oder keine Partnerin und muss daher alle finanziellen Entscheidungen alleine treffen. In 60 Prozent der Fälle liegt die alleinige Verantwortung für die Finanzen in den Händen der Befragten. Es ist bemerkenswert, dass 84 Prozent der Geringverdiener mit Kindern weiblich sind. Dies zeigt, dass Frauen besonders von dieser finanziellen Belastung betroffen sind. Insgesamt verdienen 32 Prozent der Befragten weniger als 1.000 Euro im Monat und 58 Prozent arbeiten in Teilzeit.

Obwohl die finanzielle Situation schwierig ist, haben weniger als die Hälfte der befragten Geringverdiener mit Kindern jemals einen Kredit aufgenommen. Viele von ihnen planen auch in Zukunft keine Kreditanfrage. Als Hauptgründe werden ein Mangel an Erfahrung mit Krediten (61 Prozent) und mangelnde Unterstützung (57 Prozent) genannt. Es fehlen Netzwerke oder Mentoren, die bei finanziellen Entscheidungen helfen können.

Die finanzielle Situation von Geringverdienern mit Kindern ist so angespannt, dass viele von ihnen kurzfristige Entlastung durch Kredite in Betracht ziehen. Laut einer Umfrage denken vier von zehn Geringverdienern darüber nach, einen Kredit aufzunehmen. Allerdings haben bereits 38 Prozent von ihnen eine Kreditablehnung erlebt. Die häufigsten Gründe dafür sind die finanzielle Situation (62 Prozent) oder die aktuelle Lebenssituation (33 Prozent). Etwa 70 Prozent der Befragten haben Bedenken hinsichtlich einer möglichen Verschuldung. Insbesondere Frauen empfinden diese Ängste stärker als Männer.

In Bezug auf die Ergebnisse der Studie äußert sich Matthias von der Heyde, Chief Growth Officer von auxmoney, und betont die Wichtigkeit einer objektiven Beurteilung von Kreditsuchern. Er bedauert, dass faire Kreditchancen immer noch nicht ausreichend für alle zugänglich sind. Von der Heyde hebt hervor, dass Geringverdiener mit Kindern zuverlässige Kreditnehmer sind und trotz ihres geringen Einkommens ihre Zahlungsverpflichtungen gewissenhaft erfüllen. Aus diesem Grund sollten ihnen ebenfalls faire Kreditchancen geboten werden.

Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass Geringverdiener mit Kindern mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Die Studie zeigt jedoch auch, dass es Lösungen gibt, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. Eine objektive Beurteilung von Kreditsuchern und faire Kreditchancen für alle könnten dazu beitragen. Es ist wichtig, dass Geringverdiener mit Kindern Unterstützung erhalten und Zugang zu Krediten haben, um ihre finanziellen Herausforderungen zu bewältigen und ein stabiles Leben für sich und ihre Kinder aufzubauen.

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