Sonntag, Mai 19

Steigende Auslandseinkäufe treiben Onlinehandel in der Schweiz an

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Der Onlinehandel in der Schweiz setzte seinen Erfolgskurs im Jahr 2023 fort und verzeichnete ein Wachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die durch den HANDELSVERBAND.swiss, GfK Switzerland und die Schweizerische Post durchgeführte Markterhebung ergab einen Gesamtumsatz von 14,4 Milliarden Schweizer Franken. Dies entspricht einem Anstieg von 0,4 Milliarden Schweizer Franken gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass der Onlinehandel in der Schweiz weiterhin stark gefragt ist.

Rekordumsatz im Onlinehandel: Schweizer Markt erreicht neues Höchstniveau

Trotz der Verluste im Jahr 2022 hat der Onlinehandel in der Schweiz seine Stärke bewiesen und den Umsatz erfolgreich wieder auf das Niveau von 2021 gebracht. Mit einem Gesamtumsatz von 14,4 Milliarden Schweizer Franken zeigt sich eine eindrucksvolle Entwicklung in den letzten 10 Jahren. Der Onlineumsatz hat sich mehr als verdoppelt und ist von 6,7 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2014 auf 14,4 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2023 gestiegen.

Rückgang in Fashion und Schuhbranche, Zuwachs bei Sport und Lebensmittel

Die Entwicklungen in verschiedenen Branchen im Jahr 2023 waren unterschiedlich. Während die Fashion- und Schuhbranche einen Rückgang von 7 Prozent verzeichnete, verzeichnete die Heimelektronikbranche einen Rückgang von 5 Prozent. Hingegen konnten die Sport- und Lebensmittelbranche jeweils einen Zuwachs von 6 Prozent verzeichnen. Erneut waren Marktplätze und Portale erfolgreich.

Luftfrachtlieferungen: Große Plattformen beliefern Zürich und Genf

Der Onlineeinkauf im Ausland konnte einen beeindruckenden Anstieg verzeichnen und erreichte mit einem Gesamtumsatz von 2,2 Milliarden Schweizer Franken einen neuen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Umsatz um 10 Prozent. Besonders Kleinpakete aus Asien waren die treibende Kraft hinter diesem Wachstum. Große Plattformen gewährleisten die schnelle Lieferung per Luftfracht direkt nach Zürich und Genf.

Studie zeigt: Konsumenten bevorzugen vermehrt Online-Shopping

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Konsumenten weiterhin verstärkt dem Online-Shopping zuwenden. Vor allem in den Branchen Sport und Home&Living ist ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Die Bedeutung von Omnichannel nimmt kontinuierlich zu und ist mittlerweile eine unverzichtbare Strategie, um den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden.

Das neue „Normal“ nach der Covid-Pandemie hat gezeigt, dass sich das Konsumverhalten der Menschen verändert hat. Trotzdem bleiben bestimmte Branchen im E-Commerce weiterhin beliebt. Allerdings ist auch deutlich zu erkennen, dass die außergewöhnlichen Kaufgewohnheiten während der Pandemie nicht langfristig aufrechterhalten werden können. Branchen mit hohen Lagerbeständen haben weiterhin mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen.

Konsumentenstimmung verbessert sich erst 2025, Online-Konsum wächst weiterhin

Im Jahr 2024 wird ein weiteres moderates Wachstum des Online-Konsums erwartet, voraussichtlich im einstelligen Prozentbereich. Eine deutlichere Verbesserung der Konsumentenstimmung wird erst im Jahr 2025 erwartet. Marktplätze und Portale werden weiterhin eine führende Rolle spielen, könnten jedoch zunehmend mit Konkurrenz aus dem Ausland konfrontiert werden.

Der Einzelhandel wird sich weiter konsolidieren, sowohl in Bezug auf die Flächenverfügbarkeit als auch auf den Versandhandel. Besonders die Generation Z wird vermehrt auf den Social Commerce setzen, was bedeutet, dass Händler neue Verkaufskanäle erschließen müssen, um diese Zielgruppe zu erreichen. Konsumenten werden immer öfter nach dem Motto „hier und jetzt – egal ob stationär oder online“ einkaufen, was eine flexible Verkaufsstrategie erfordert. Der Einzelhandel muss sich anpassen und auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Konsumenten eingehen.

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