Niedrigzinsen: Sind die Renten noch sicher?

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Immer mehr Berufstätige und Rentner haben Angst vor einer Altersarmut. Immer noch lassen Niedrigzinsen Renten sinken!

Durch Niedrigzinsen Renten niedriger: Ergänzung der staatlichen Leistungen durch private Vorsorge

Bereits seit vielen Jahren ist klar, dass die staatliche Rente einmal nicht reichen wird. Sie wird nicht genug sein, um den gewohnten Lebensstandard zu halten und oft nicht einmal genug, um überhaupt mit Miete und Ausgaben für Lebensmittel über die Runden zu kommen.

Nicht umsonst bewerben zahlreiche Versicherungen die private Altersvorsorge so eindringlich. Doch in der letzten Zeit haben die Versicherungen mit einer deutlich geringeren Nachfrage an den entsprechenden Vorsorgeprodukten zu kämpfen. Aufgrund höherer Beiträge und gesunkener Zinszusagen werden die Produkte immer weniger attraktiv.

Auch die neue Bundesregierung hat einen Teil dazu beigetragen, dass die Renten nicht gerade sicherer werden. Sie hat beschlossen, den Nachholfaktor wieder einzuführen. Dabei werden die Renten im Einzelnen genauer betrachtet und es wird festgestellt, ob und in welcher Höhe eventuelle Rentenkürzungen in der Vergangenheit versäumt wurden.

Diese werden dann mit einer Anhebung der Renten verrechnet. Einfaches Beispiel: Die Rentenkürzungen in Höhe von 100 Euro wurden nicht angewendet, jetzt soll eine Anhebung der gesetzlichen Altersrente in Höhe von 120 Euro anstehen. Durch die nachträgliche Verrechnung bleiben davon nur noch 20 Euro übrig.

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Alles ist relativ – auch die Sicherheit der Renten

Gerade auch im Zuge des Wahlkampfs wurde von den großen Parteien versprochen, dass die Renten sicher seien und dass diese steigen würden. Sie steigen auch, dennoch werden viele Rentner davon nicht viel zu spüren bekommen. Denn zugleich mit den Renten steigt auch die Teuerungsrate und wer sich in der Vergangenheit noch gut über Wasser halten konnte, muss nun den Gürtel enger schnallen.

Die Inflation lässt in Verbindung mit den Niedrigzinsen Renten sinken, welche nun keineswegs als sicher bezeichnet werden können. Sie werden zwar immer vorhanden sein, doch ob sie zum Leben reichen oder lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein sind und damit gerade einmal zum Überleben geeignet sind, bleibt abzuwarten.

Durch die Veränderungen am Höchstrechnungszins stehen ebenfalls einige Nachteile für Sparer an. Einst wurden 0,9 Prozent Zinsen garantiert, das dürfen laut staatlicher Verordnung nur noch 2,5 Prozent Zinsen sein.

Gleichzeitig werden die Beiträge für die Versicherung angehoben. Wer jetzt nicht mehr in eine private Renten- und Lebensversicherung investieren möchte, kann sein Kapital auch in ETFs oder Aktien anlegen. Generell werden andere Vorsorgemöglichkeiten attraktiver, allerdings zeigt sich hier die oft übergroße Vorsicht der Rentner bzw. derjenigen, die für die Rente vorsorgen wollen.

Sie haben immer noch Bedenken gegenüber der Geldanlage in Aktien. Staatlich geführte Fonds zur Vorsorge wären bessere Alternativen, solche fordern schon seit längerer Zeit die Verbraucherschützer. Fakt ist aber, dass mit den klassischen Produkten keine Rente mehr gesichert werden kann, das gilt selbst für die angeblich empfehlenswerte Riester-Rente. Hier ist sogar die Rede davon, nur noch 80n Prozent der Einzahlungen zu garantieren.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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