Für den Wolfsee: Millionenkredit für Fischbachau

Der Wolfsee in der oberbayrischen Gemeinde Fischbachau hat im Gemeinderat zu hitzigen Gesprächen geführt. Der See liegt mit drei Seiten an einem Campingplatz. Ein kleiner Gehweg trennt den See im Westen von der dort angrenzenden Wiese. Das Freibad erfreut die Fischbachauer. Wenn das Wasser des Wolfsees nach etwa 50 Metern in den Kothgraben und dann in die Leitzach fließt, verlässt es unscheinbar den Ort des Geschehens.

2,2 Millionen Euro Neuverschuldung für den kleinen Wolfsee

Mit dem Wolfsee hat es so seine Bewandnis. Die Gemeinde Fischbachau will den See und mit ihm ein Grundstück von 70.000 Quadratmetern erwerben. Doch der Gemeindesäckel ist leer. Das Areal am Wolfsee soll jedoch gekauft werden.

Für die Verwaltung ist dies offenbar eine einfache Angelegenheit. Der Haushalt reicht nicht aus, also braucht es einen Nachtragshaushalt. So kann die Gemeinde einen neuen Kredit aufnehmen.

Ganz so einfach war es denn doch nicht. Als Bürgermeister Josef Lechner von der CSU die Gemeinderäte in der letzten Sitzung zur Neuverschuldung für den Wolfsee abstimmen lassen wollte, musste er dies wieder abblasen. Offenbar wurde ihm gewahr, dass er einen wichtigen verwaltungstechnischen Schritt nicht vollzogen hatte. Dabei handelte es sich um den Nachtragshaushalt. Dieser muss zuvor im Gemeinderat verabschiedet werden. Erst dann kann der Gemeinderat zur Neuverschuldung zur Abstimmung antreten. Bis dies soweit ist, wird es noch ein paar Tage dauern.

Wohngebiet am Wolfsee

Der Gemeinderat von Fischbachau macht offfenbar den Weg für das neue Baugebiet frei. Auf dem Areal am Wolfsee sollen unter anderem 21 Einfamilienhäuser errichtet werden. Die Nachfrage ist groß. Nicht weniger als 70 Bewerber stehen an für die Parzellen unterschiedlicher Grüße.

Zwischen 700 und 900 Quadratmetern liegt die Größe der Parzellen. Man rührt auch bereits die Werbetrommel. Eine Informationsvernstaltung zu Verkaufsmodalitäten, den Preisen und den Erschließungskosten für Straße, Wasser, Kanal, Breitband, Heiztechnik und einem eigenen Mobilitätsangebot will man vortragen. Bis zu besagtem Dienstag, den 27. November soll nach Auskunft des Bürgermeisters auch ein ausstehendes Gutachten zum Hochwasserschutz vorliegen.


Bildnachweis: © shutterstock – Titelbild Anselm Baumgart

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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